Die Herren von Hirschhorn Die Burg der Herren von Hirschhorn liegt auf einem Berggrat zwischen Neckar und Finkenbach. Der Ursprungsbau geht auf die Zeit um 1200 zurück. Unterhalb der Burg befindet sich das im Jahr 1406 gegründete Karmeliter Kloster.
Das Haus derer von Hirschhorn war durch vielerlei Aktivitäten auf dem Finanzsektor immer reicher geworden. Zahllose Dörfer und Burgen, samt dem gesamten Landbesitz, aber auch große Waldgebiete waren in den Besitz der Herren von Hirschhorn übergegangen. Durch das sogenannte Lindenberger Lehen, kam auch unser Dorf zu den Hirschhornern dazu.
Vorhandene Urkunden belegen folgendes:
Raban, Bischof zu Speyer, bestätigt Ritter Eberhard von Hirschhorn´s Sohn, dass er zu Recht das gesamte Lindenberger Lehen zu eigen hat.
Bischof Reinhard zu Speyer erneuert das Lindenberger Lehen gegenüber Ritter Hans von Hirschhorn, dem Sohn von Hansen von Hirschhorn. Das Lehen beinhaltet zwei Teile des Kleinzehnts von Ringeinheim. Die Zinsen sind jeweils am Bartholomäus - Tag im Hochstift Speyer zu zahlen.
Hansen von Hirschhorn erhält aus der Hand Conrads, von Gottes Gnaden des Heiligen Stuhls Erzbischof des Römischen Reiches Deutscher Landen, das Dorf Ryngeynheim mit dem oberen und unteren Gericht sowie allem beweglichen Gut und allen Leuten. Richtplatz ist im Dorf Königsbach, wo ein Hirschhorn`scher Amtmann angesiedelt war.
Bis in die Anfänge des Dreißigjährigen Krieges blieben wir den Herren von Hirschhorn zehntpflichtig. Wir erlebten die unruhigen Zeiten, als katholische und lutherische Glaubensrichtungen sich auf allen Ebenen erbittert bekämpften. Die Verschärfung der konfessionellen Gegensätze seit dem Augsburger Religionsfrieden des Jahres 1555 führte schon recht bald zu einer Verhärtung der Fronten zwischen den Reichsständen einerseits und zwischen ihnen und dem Kaiser andererseits. Der Prager Fenstersturz vom 23.05.1618 führte unsere Heimat in eine der dunkelsten Epochen ihrer Geschichte. Die Repräsentanten Böhmens verweigerten durch diesen symbolischen Akt den Gehorsam gegenüber König Friedrich V., der nach ihrer Überzeugung die Rechte Böhmens verletzt hatte.