Schicksal eines Vertriebenen Unter Maria Theresia wurden das ungarische Tiefland zwischen Donau und Theis mit angeworbenen Siedlern aus den Provinzen Kurpfalz, Elsaß, Saar, Lothringen, Pfalz und Baden besiedelt. Sie zogen in das menschenleere Sumpfgebiet der Donauniederungen, wo sie mit viel Fleiß und Entbehrungen das Land kultivierten.
Die Besiedlung in den Jahren 1750 bis 1770 brachte den Ersten den Tod, den Zweiten die Not und erst den Dritten das Brot. Durch harte und ausdauernde Arbeit dieser Kolonisten entstand ein blühendes Land, dessen Bewohner über Generationen hinweg Brauchtum und Sprache ihrer Ahnen pflegten.
Hier sei das Schicksal des Heimatvertriebenen Josef Armbrust erwähnt, Schmiedemeister, geb. am 8. April 1905 in Apatin an der Donau, einer Kleinstadt mit 15000 Einwohnern (zu 90 % Deutsche ). Nach Einmarsch der Russen 1944 in diesen Raum wurde er, wie viele seiner Landsleute, nach Charkow / Ukraine zur Zwangsarbeit verschickt. Seine Familie wurde in ein jugoslawisches Lager verbracht. Nach seiner Entlassung im Jahre 1947 konnte er seine inzwischen nach Bayern gekommene Familie in die Arme schließen. 1950 erfolgte der Umzug von Bayern zu uns, nach Schifferstadt in die Pfalz. 1955 erbaute Josef Armbruster hier in der Almelstraße in Rheingönheim ein eigenes Haus. Er verstarb am 29. Oktober 1981, 76 - jährig und fand hier seine letzte Ruhestätte.
Die zu uns gekommenen Menschen aus dem südosteuropäischen Raum haben sich in der Heimat ihrer Ahnen wieder als tüchtige Mitbürger integriert. Sie haben aber die Länder, aus denen sie vertrieben wurden, und die Erinnerung daran nicht vergessen. Sie geben diese weiter an ihre Nachkommen.