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Rheingönheims Weg durch die Zeiten - Teil 9 - Gründung der Sportschützengesellschaft Rheingönheim 1900 e. V. |
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Gründung der Sportschützengesellschaft Rheingönheim 1900 e. V. Am 22. September 1900 versammelten sich auf Initiative des damaligen Gemeindesekretärs, Franz Paul, 28 Bürger aus Rheingönheim zur Gründung einer Zimmerstutzengesellschaft im Gasthaus "Zum Löwen". Franz Paul wurde auf der Gründerversammlung zum 1. Schützenmeister gewählt. Man traf sich im Schießlokal, besuchte Schützenfeste und nahm an geselligen Vergnügungen teil. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges ruhte das Vereinsleben. Auch nach dem Krieg konnte wegen Auflagen der Besatzungsmacht kein Vereinsleben aufgenommen werden. Erst 1930 kam es wieder zum Aufleben des Vereins. In der nationalsozialistischen Zeit wurde der Verein 1935 dem "Deutschen Reichsbund für Leibesübung " eingegliedert. Es entstand die "Schützengesellschaft 1900 e. V. Rheingönheim". Außer Zimmerstutzen wurden nun auch andere Waffen verwendet. Zum Schießen traf man sich im Vereinslokal und auf dem KK - Stand der " Kyffhäuser - Kameradschaft" im Sandloch. Im Jahre 1937 schlossen sich der "Schützenverein 1925" und der Schützenverein "Freischütz" der "Schützengesellschaft 1900 Rheingönheim e. V." an. Es kam in der Folgezeit zu Austragungen von Pokalwettkämpfen mit benachbarten Vereinen. Durch den 2. Weltkrieg und der darauf folgenden Nachkriegsjahren ruhte das Vereinsleben von September 1939 bis November 1951. Den Bemühungen von Fritz Leidenberger ist es zu verdanken, dass es zur Wiedergründung des Vereins kam. Er wurde mit der Vereinsführung beauftragt und hatte diese bis Juni 1954 inne. Im Jahre 1955 war der Verein schon mit der Durchführung des Pfälzischen Bundesschießen betraut. Dieses Bundesschießen stand unter der Führung des Schützenmeister Otto Baumann. Mit Emil Stichter konnte ein Rheingönheimer die Königskette des Pfälzischen Schützenbundes empfangen. Er wurde Bundesschützenkönig. Vor ihm konnte 1932 Otto Baumann beim Bundesschießen in Landau die Würde erlangen. Im Jahre 1969 war es Ralf Gröge der für die Schützensportgesellschaft Rheingönheim das damalige Bundesschießen in Lambrecht gewann. Im Laufe der Zeit stieg die Mitgliederzahl. In den Jahren 1958/1959 trug man sich mit den Gedanken eine eigene Schließanlage zu bauen. Von der Stadt konnte im "Am Sandloch" Gelände gepachtet werden. Vorwiegend in Eigenleistung begann man einen Schießstand zu errichten. Unter neuer Vorstandschaft mit Hans Michaelis als Oberschützenmeister und seinem Stellvertreter, Albert Neumann, wurde weitergebaut. Die Anlage wurde ständig erweitert, so dass sie außer Luftgewehrstände auch Kleinkaliber und Pistolenstände bekam. Am 31. Januar 1969 beschloss man die Umbenennung des Vereins in "Sportschützengesellschaft Ludwigshafen - Rheingönheim 1900 e. V." Im Jahre 1970 kam die von der Stadt verwaltete Schießanlage des ehemaligen Kyffhäuser - Bundes zur Pacht an die SSG - Rheingönheim. Im Jahre 1980 verstarb der OSM Hans Michaelis. Neuer Vorstand wurde Rainer Steuerwald. Das Vereinsheim wurde weiter ausgebaut und kann für viele vereinseigene Veranstaltungen genutzt werden. Schießsportliche Erfolge der Einzelschützen wie auch der Mannschaften blieben nicht aus. 1969 gab es zum ersten Mal einen Eintrag in die Liste der deutschen Meister. Es wurde in Wiesbaden der 3. Platz im Luftpistolenschießen der Mannschaften belegt. Die Luftgewehrschützen kämpften in der Landesliga und waren mehrmals Landesmeister. Unter Anleitung von Übungsleiter Horst Grossarth gelang es 1974 der Luftpistolenjugendmannschaft deutscher Mannschaftsmeister zu werden. Die Damenmannschaft belegte Platz 3. Der Wanderpreis "Rhein - Neckar - Schild", der "Silbernen Colt" sowie den "Bogenschützen" wurde nach Rheingönheim geholt. Bei den Deutschen Meisterschaften im Jahre 1975 holten sich die Schützen 6 Medaillen. Zwischen 1990 und 1995 gewannen die Schützen und Schützinnen des SSG Rheingönheim insgesamt 10 Goldmedaillen bei den Deutschen Meisterschaften. Erfolgreichster Medaillensammler war Gerd Ziegler mit 6 mal Gold, 7 mal Silber und 2 mal Bronze. Rheingönheimer Schützen waren seit Bestehen des Vereins mit vielen Erfolgen auf allen Siegerlisten zu finden. Der Verein hat sich für die nächsten Jahre den Ausbau im Bereich Jugend und den Aufbau einer starken Damenmannschaft zum Ziel gesetzt. Schützenmeister seit der Gründung:
| Datum |
Oberschützenmeister |
Schützenmeister |
22.09.1900 22.09.1931 05.04.1933 28.11 1933 08.11.1934 27.12.1936 07.12.1951 05.01.1955 04.01 1956 08.12.1959 20.03.1975 22.05 1980 14.02 1985 29.01 1987 28.02 1991 30.01.1992 22.01.1998 27.01.2000 2001 2002 |
Franz Paul Friedrich Redlich Karl Becker Friedrich Redlich Friedrich Redlich Andreas Kröner Fritz Leidenberger Otto Baumann Heinrich Henrich Hans Michaelis Hans Michaelis Rainer Steuerwald Bernhard Lechner Bernhard Lechner Bernhard Lechner Rainer Steuerwald Rainer Steuerwald Harald Bilan Walter Schäfer Bernhard Lechner |
Heinrich Baumann Karl Becker Georg Kunz Georg Kunz Andreas Kröner Otto Baumann Otto Baumann Hugo Münz Hugo Münz Albert Neumann Egon Weis Bernhard Lechner Johan Telle Hans Stemmler Karl - Heinz Gärtner Karl - Heinz Gärtner Walter Schäfer Walter Schäfer
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. März 2009 um 17:34 Uhr |