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Rheingönheims Weg durch die Zeiten - Teil 9 - Gründung der Sportschützengesellschaft Rheingönheim 1900 e. V.
Beitragsseiten
Rheingönheims Weg durch die Zeiten - Teil 9
Gründung der Sportschützengesellschaft Rheingönheim 1900 e. V.
Aus unserem Dorfgeschehen VII
Gründung des Fußballclubs 1. F.C. Arminia 03 Rheingönheim e.V.
Aus unserem Dorfgeschehen VIII
Gründung des Karnevalsverein Klotzgrumbeer 1909 Rheingönheim e.V.
Aus unserem Dorfgeschehen IX
Der Erste Weltkrieg
Aus unserem Dorfgeschehen X
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Gründung der Sportschützengesellschaft Rheingönheim 1900 e. V.
Am 22. September 1900 versammelten sich auf Initiative des damaligen Gemeindesekretärs, Franz Paul, 28 Bürger aus Rheingönheim zur Gründung einer Zimmerstutzengesellschaft im Gasthaus "Zum Löwen". Franz Paul wurde auf der Gründerversammlung zum 1. Schützenmeister gewählt. Man traf sich im Schießlokal, besuchte Schützenfeste und nahm an geselligen Vergnügungen teil. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges ruhte das Vereinsleben. Auch nach dem Krieg konnte wegen Auflagen der Besatzungsmacht kein Vereinsleben aufgenommen werden. Erst 1930 kam es wieder zum Aufleben des Vereins. In der nationalsozialistischen Zeit wurde der Verein 1935 dem "Deutschen Reichsbund für Leibesübung " eingegliedert. Es entstand die "Schützengesellschaft 1900 e. V. Rheingönheim". Außer Zimmerstutzen wurden nun auch andere Waffen verwendet. Zum Schießen traf man sich im Vereinslokal und auf dem KK - Stand der " Kyffhäuser - Kameradschaft" im Sandloch. Im Jahre 1937 schlossen sich der "Schützenverein 1925" und der Schützenverein "Freischütz" der "Schützengesellschaft 1900 Rheingönheim e. V." an. Es kam in der Folgezeit zu Austragungen von Pokalwettkämpfen mit benachbarten Vereinen. Durch den 2. Weltkrieg und der darauf folgenden Nachkriegsjahren ruhte das Vereinsleben von September 1939 bis November 1951. Den Bemühungen von Fritz Leidenberger ist es zu verdanken, dass es zur Wiedergründung des Vereins kam. Er wurde mit der Vereinsführung beauftragt und hatte diese bis Juni 1954 inne. Im Jahre 1955 war der Verein schon mit der Durchführung des Pfälzischen Bundesschießen betraut. Dieses Bundesschießen stand unter der Führung des Schützenmeister Otto Baumann. Mit Emil Stichter konnte ein Rheingönheimer die Königskette des Pfälzischen Schützenbundes empfangen. Er wurde Bundesschützenkönig. Vor ihm konnte 1932 Otto Baumann beim Bundesschießen in Landau die Würde erlangen. Im Jahre 1969 war es Ralf Gröge der für die Schützensportgesellschaft Rheingönheim das damalige Bundesschießen in Lambrecht gewann. Im Laufe der Zeit stieg die Mitgliederzahl. In den Jahren 1958/1959 trug man sich mit den Gedanken eine eigene Schließanlage zu bauen. Von der Stadt konnte im "Am Sandloch" Gelände gepachtet werden. Vorwiegend in Eigenleistung begann man einen Schießstand zu errichten. Unter neuer Vorstandschaft mit Hans Michaelis als Oberschützenmeister und seinem Stellvertreter, Albert Neumann, wurde weitergebaut. Die Anlage wurde ständig erweitert, so dass sie außer Luftgewehrstände auch Kleinkaliber und Pistolenstände bekam. Am 31. Januar 1969 beschloss man die Umbenennung des Vereins in "Sportschützengesellschaft Ludwigshafen - Rheingönheim 1900 e. V." Im Jahre 1970 kam die von der Stadt verwaltete Schießanlage des ehemaligen Kyffhäuser - Bundes zur Pacht an die SSG - Rheingönheim. Im Jahre 1980 verstarb der OSM Hans Michaelis. Neuer Vorstand wurde Rainer Steuerwald. Das Vereinsheim wurde weiter ausgebaut und kann für viele vereinseigene Veranstaltungen genutzt werden. Schießsportliche Erfolge der Einzelschützen wie auch der Mannschaften blieben nicht aus. 1969 gab es zum ersten Mal einen Eintrag in die Liste der deutschen Meister. Es wurde in Wiesbaden der 3. Platz im Luftpistolenschießen der Mannschaften belegt. Die Luftgewehrschützen kämpften in der Landesliga und waren mehrmals Landesmeister. Unter Anleitung von Übungsleiter Horst Grossarth gelang es 1974 der Luftpistolenjugendmannschaft deutscher Mannschaftsmeister zu werden. Die Damenmannschaft belegte Platz 3. Der Wanderpreis "Rhein - Neckar - Schild", der "Silbernen Colt" sowie den "Bogenschützen" wurde nach Rheingönheim geholt. Bei den Deutschen Meisterschaften im Jahre 1975 holten sich die Schützen 6 Medaillen. Zwischen 1990 und 1995 gewannen die Schützen und Schützinnen des SSG Rheingönheim insgesamt 10 Goldmedaillen bei den Deutschen Meisterschaften. Erfolgreichster Medaillensammler war Gerd Ziegler mit 6 mal Gold, 7 mal Silber und 2 mal Bronze. Rheingönheimer Schützen waren seit Bestehen des Vereins mit vielen Erfolgen auf allen Siegerlisten zu finden. Der Verein hat sich für die nächsten Jahre den Ausbau im Bereich Jugend und den Aufbau einer starken Damenmannschaft zum Ziel gesetzt.

Schützenmeister seit der Gründung:
Datum Oberschützenmeister Schützenmeister
22.09.1900
22.09.1931
05.04.1933
28.11 1933
08.11.1934
27.12.1936
07.12.1951
05.01.1955
04.01 1956
08.12.1959
20.03.1975
22.05 1980
14.02 1985
29.01 1987
28.02 1991
30.01.1992
22.01.1998
27.01.2000
2001
2002
Franz Paul
Friedrich Redlich
Karl Becker
Friedrich Redlich
Friedrich Redlich
Andreas Kröner
Fritz Leidenberger
Otto Baumann
Heinrich Henrich
Hans Michaelis
Hans Michaelis
Rainer Steuerwald
Bernhard Lechner
Bernhard Lechner
Bernhard Lechner
Rainer Steuerwald
Rainer Steuerwald
Harald Bilan
Walter Schäfer
Bernhard Lechner
Heinrich Baumann
Karl Becker
Georg Kunz
Georg Kunz
Andreas Kröner
Otto Baumann
Otto Baumann
Hugo Münz
Hugo Münz
Albert Neumann
Egon Weis
Bernhard Lechner
Johan Telle
Hans Stemmler
Karl - Heinz Gärtner
Karl - Heinz Gärtner
Walter Schäfer
Walter Schäfer


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. März 2009 um 17:34 Uhr
 
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