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Rheingönheims Weg durch die Zeiten - Teil 8 - Firma Giulini GmbH/Ludwigshafen
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Rheingönheims Weg durch die Zeiten - Teil 8
Gründung des Gesangverein Germania e.V.
Aus unserem Dorfgeschehen IV
Gründung des Turnverein 1878 e.V.
Gründung des SPD Ortsverein im Jahre 1878
Aus unserem Dorfgeschehen V
Gründung der Turngesellschaft Frei Heil Rheingönheim e.V.
Aus unserem Dorfgeschehen VI
Firmengründungen 1851 bis 1900
Die Woellner Werke/Rheingönheim
Faßfabrik Nilhas/Rheingönheim
Joh. A. Benckiser GmbH/Ludwigshafen
Die Badische Anilin - und Sodafabrik BASF/Ludwigshafen
Firma Giulini GmbH/Ludwigshafen
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Firma Giulini GmbH/Ludwigshafen
Der Name Giulini stammt aus der Lombardei. Die ersten Giulinis sind zu Beginn des 19. Jahrhundert aus ihrer lombardischen Heimat am Comer See ausgewandert und haben sich in Mannheim niedergelassen, um Handel zu treiben. Erst mit den Jahren reifte der Entschluss eine eigene chemische Fabrik zu bauen. Auf dem heutigen Marktplatz in Ludwigshafen wurde 1851 mit dem Bau einer Schwefelsäure - Alaun - und Vitriolfabrik begonnen. Schiffe brachten den benötigten Rohschwefel. Die Schutzkleidung der Schwefelarbeiter ließ im Volksmund den Namen "Schwefelkutt" oder "Kutt" entstehen. Zusätzlich wurde aus grönländischem Kryolith, später aus französischem Bauxit schwefelsaure Tonerde gewonnen. 1893 wurde durch Dr. Georg Giulini in Mundenheim Gelände erworben, das so genannte "Mörsch Gewann". Die Fabrik konnte so den Stadtmittelpunkt verlassen. Bis zum Jahre 1903 war die Übersiedlung nach Mundenheim bewerkstelligt. Dieser Standort brachte auch den Vorteil, dass die Firma nun unmittelbar am Rhein lag. Die Firma wurde umgegründet und hieß ab 1893 Gebrüder Giulini GmbH. Die Produktion von Phosphatsalzen, Düngemittel, Gasreinigungsmasse, Füllstoffe, Gießerhilfsmittel folgten. Die Pharmazeutische Abteilung entwickelte Arzneimittel. Sie isolierten Reinalkaloide aus der Rau - wofia. Es folgte die Herstellung von weiteren pharmazeutischen Hilfsstoffen. Es entstanden werkseigene Tochtergesellschaften wie die "Rhenoflex GmbH" die Kappenstoffe sowie Hilfsmittel für die Schuhindustrie herstellt. In den 60iger Jahren wurde eine Aluminiumhütte erbaut, um eine Aluminiumproduktion mit Nebenproduktverwertung zu betreiben. Die Anlage konnte nur wenige Jahre betrieben werden. Die Stromkosten waren zu hoch. Aus der Konkursmasse übernahm der kanadische Konzern ALCAN das Aluminiumwerk. Acht Jahre wurde produziert. Am 30.06.1987 wurden die letzten Elektrolyse - Öfen abgeschaltet. Das Aluminiumwerk existiert nicht mehr.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. November 2008 um 10:34 Uhr
 

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