Die römische BesatzungMan schreibt etwa die Zeit von Christi Geburt, da kommen von Süden marschierende Truppen. Die hier ansässigen Mediomatiker weichen vor den fremdartigen Soldaten immer mehr nach Norden zurück. Es ist Julius Cäsar, der mit 5 Legionen begonnen hat, die heutige Pfalz in das große römische Imperium einzugliedern. Die Bewohner unseres Landstriches, mit sich selbst laufend in Fehde, sind punkto Waffentechnik und Kriegsführung den römischen Cohorten weit unterlegen. Die Truppen von Cäsar schieben sich entlang des Rheins immer weiter nach Norden. Nach wenigen Jahren ist fast ganz Gallien unterworfen. Befestigungen werden errichtet, Wege angelegt und gesichert. Es kommt zur Rodung großer Waldstücke, um Platz zu schaffen für Hütten und Zelte. Bald schon bedeckt ein klug ausgebautes Netz von Wegen, Wehrdörfern und Stützpunkten unseren Landstrich. In diese Zeit fällt die Gründung des Auxiliarlager zu Rheingönheim. Es ist eine Niederlassung für die Besatzungsmächte jenseits der Alpen. Die Germanen beginnen nach vielen verlorenen Schlachten sich mit dem Schicksal abzufinden. Sie lernen mit der Besatzung zu leben. Gegen die Einfälle von der anderen Seite des Rheins bauen die Römer am Ufer entlang einen Schutzwall der später in den Limes übergeht. Die römische Zeit in unserer Heimat, die sich auf den Zeitraum von etwa 1 n. Chr. bis 400 n. Chr. erstreckte, bildet natürlich den Großteil der hier gemachten Funde. Die Aufdeckung eines großen römischen Kastell ist der Beweis, daß sich hier eine Niederlassung der römischen Provinz " Germania superior" befand. An einer aus vorrömischer Zeit stammenden Straße von Neustadt nach Heidelberg, die hier wahrscheinlich über den Rhein führte, lag das Kastell. Die Befestigung bestand aus Erde und Holz, war rechteckig und hatte eine Fläche von etwa 250 qm. Erbaut wurde das Kastell wahrscheinlich unter Kaiser Claudius in den Jahren 41 bis 54 n. Chr. Östlich des Kastells befanden sich Badeanlagen. Westlich des Kastells befand sich ein Friedhof, wo etwa 350 Gräber entdeckt wurden. Das Kastell lag im Dreieck Rheinbogen/Giuliniwerk//Hoher Weg. Es kam zum Jahreswechsel 69/70 n. Chr. zur Zerstörung des Lagers durch die in der Gegend Worms lebenden Vangionen. Wieder aufgebaut, diente es bis zum Jahr 75 n. Chr. als Unterkunft. Anhand der vielen Funde kann man feststellen, dass in dem Kastell von 40 n. Chr. bis 70 n. Chr. ständig eine Besatzung anwesend war. Ein Großteil der Funde von Rheingönheim befinden sich im Historischen Museum in Speyer. Erwähnenswert sind vor allem der große Münzschatz, Weinfässer aus Holz mit dem Namen der Hersteller "Perpetuus - Venussus - Conerfus ", Tongefäße, Glaskannen, Gewandnadeln, Gefäße in Tierform, Lampen aus Ton, Metallspiegel und vieles mehr. Ferner wurde eine Bronze - Plastik von Weltruf " Der Germanicus von Rheingönheim " gefunden. Es ist die Büste eines vornehmen Römers. Man nimmt an, daß es sich um Marc Antonius, den Onkel des Kaisers Claudius handelt. Nach der Aufgabe des Kastells wurde der Platz eine Art Gendarmeristation. Man fand einen Stempel der " Legie VIII Augusta " aus dem 2. Jahrhundert nach Christus und Sigillaten des 2. und 3. Jahrhunderts.
RufinianaDieser Name galt bis nach dem zweiten Weltkrieg in allen wissenschaftlichen Arbeiten als Urname von Rheingönheim - als der Name des Kastells. Wissenschaft und Archäologie begannen dann den Namen anzuzweifeln. Heute ist man wieder mehr geneigt, dem Namen Rufiniana etwas mehr Gültigkeit zu gestatten. Der Geschichtsschreiber Ptolemäus erwähnte den Namen Rufiniana als eine römische Gründung zwischen Speyer und Worms. Der Name könnte dann später auf die Zollstation übergegangen sein. Vom Geschichtsschreiber Tacitus ( 55 bis 115 n. Chr. ) wissen wir, dass in den Jahren 69/70 die germanischen Stämme am Rhein den römischen Legionen viele Schwierigkeiten bereitet haben unter anderem auch dem Kastell Rufiniana. Wie schon erwähnt waren es der raue und sehr kriegerische Stamm der Vangionen aus der Gegend von Worms, die das Kastell Rufiniana eroberten und nieder brannten. Um einigermaßen Ruhe zu bekommen, wurde den Vangionen um 70 n. Chr. erlaubt, sich in der römischen Provinz " Germania superior " bis zum Ufer der Nahe auszudehnen. Der Fluss bildete damals die Grenze zwischen Vangionien und den bei uns ansässigen Nemetern. Diese beiden Völker vermischten sich durch Infiltration in den Rheingauen. Die Römer duldeten dies, solange sie in Ruhe gelassen wurden. Der Name Rufiniana, kann von dem Legaten Vibius Rufinus stammen. Sein Name taucht auf verschiedenen Unterlagen aus der Gründerzeit des Rheingönheimer Kastells auf. Von der Entstehungszeit her kann es als " frührömisches Bauwerk " gelten. Strategisch scheint unser Kastell von einer enormen Wichtigkeit gewesen zu sein, wovon erstens die Größe des Bauwerkes zeugt, aber auch die nachweislich doppelte Zahl an Soldaten als sonst üblich beherbergt wurde. Des Weiteren liegt Rufiniana an einem wichtigen Schnittpunkt von zwei römischen Heerstraßen, nämlich von Speyer nach Worms sowie die Legionsstraße von Neustadt nach Heidelberg. Auch liegt das Kastell an einem wichtigen Übergang über den Rhein auf die andere noch unbesetzte rechtsrheinische Seite. Das Kastell sollte als Nachschublager und Truppenunterkunft für die geplante Eroberung Germaniens dienen. Da die Römer es bei aller Anstrengung nicht schafften, die rechtsrheinische Seite ganz zu unterwerfen, dürfte unser Kastell - auch beim Bau des Limes - als Standort aufgegeben worden sein. Einen römischen Namen für unser Auxiliarlager (Wohnsiedlung der Hilfstruppen) haben wir dennoch nicht.
Ausgrabungsarbeiten am RömerkastellAnfang des Jahres 1913 wurden vom Bürgermeisteramt Rheingönheim zahlreiche römische Funde aus der bei der Ziegelei Frey gelegenen Sandgrube gemeldet. Im Spätjahr begannen die Ausgrabungen. Hinter den von Dr. Sprater ( Hist. Museum Speyer ) geleiteten Ausgrabungen standen schon die Abraumgeräte und Bagger, um das Gelände kommerziell abzubaggern. Die Untersuchung des Kastells ergab eine Breite von 200m. Die Länge konnte noch nicht genau festgelegt werden, da die Westseite durch eine 120m breite Sandgrube abgegraben ist. Alles in allem dürfte die Länge aber um 250m gewesen sein. Um das Kastell ging ein Graben von 8m Breite und einer Tiefe von 3,50m. Ferner wurden 3 Tore freigelegt sowie 2 durch das Kastell führende Straßen entdeckt. Auch konnte man die Reste von Wachtürmen an den Toren sowie Beobachtungstürmen an den Ecken des Kastells entdecken. Aller Wahrscheinlichkeit nach wies das Kastell insgesamt 6 Tore auf. Vor dem Lager fand man auch die Reste des zu jeder Befestigung gehörenden Militärbades. Auf Ziegeln fanden sich Spuren der "legio IV Macedonia", der "legio XXII Primigenia," der "legio I Adjutrix" und der "legio XIV Gemina", was auch für unser Kastell eine relativ starke Besatzung aufweist. Schließlich fand auch der Besitzer der Ziegelei Frey ein Steinpflaster und die Pfähle eines Holzhauses. Letztere Funde können im Zusammenhang mit der römischen Landungsstelle stehen. So wurden in unserem Kastell alles in allem sehr wertvolle und aufschlussreiche Funde gemacht, über Gebrauchsgegenstände, Glas - und Tongefäße, ein römisches Kurzschwert mit Silbergriff, Belagsplatten und die Schnalle eines Wehrgehänges. Ebenso wurde ein Porträtkopf" Germanicus von Rheingönheim" sowie 3 Holzfässer gefunden, bei denen man noch anhand der Schnitzzeichen die Küfer bestimmen konnte. Weitere Funde sind ein Teller, in dessen Boden "Centuria Victoris" eingeritzt war, auf einer Tasse findet man "Centuria Tulli". Eigentümer dieser Gefäße waren also Fußsoldaten. Eine große Anzahl von Helmteilen, Griffverschalungen von Schwertern, Verzierungen von Schwertscheiden, ein Dolch, Lanzenspitzen, Bronzefassungen von Lederpanzern und Schilden, Gürtelbeschläge, Schnallen und Fibeln. Auch fand man mehrere Hufeisen, zwei Hufschutzeisen, zwei Bronzegefäße.
Am Rande des Kastellgrabens fand man das Skelett eines Offiziers, der seine Waffen bei sich trug. An der Art der Bestattung wird vermutet, dass sich das Ganze bei der Zerstörung des Kastells abgespielt hat.
Wie in allen Zeiten der Menschheitsgeschichte, so spielte bei uns auch in der Zeit der Römerherrschaft der Totenkult eine wichtige Rolle. Die Brandbestattungen unter der römischen Herrschaft finden wir deshalb auch bei uns. Die Verbrennung der Toten und die Bestattung in Flachgräbern war römischer Usus. So fanden sich in dem großen, vom 1. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. reichenden Gräberfeld vor dem Kastell mehrere, nach ihren Beigaben noch dem 1. Jahrhundert n. Ch. angehörige, Skelettgräber. In diesem Gräberfeld sind auch die Soldaten beigesetzt, welche die Besatzung des Kastell bildeten. Bei der Untersuchung des Gräberfeldes wurden mehrere Gruben von etwa 2m Länge, 1m Breite und 1m Tiefe entdeckt. Über der Sohle waren die Wände der Grube rot geglüht. Also kann man annehmen, dass der Scheiterhaufen über der Grube errichtet wurde, und stürzte im Verlauf der Verbrennung in diese hinab. Hernach wurden die Knochen und Beigaben gesammelt und in einem Grab beigesetzt. Die meisten Gräber enthalten verschiedene Beigaben, die man den Toten ins Jenseits mitgegeben hatte. Teils waren die Beigaben aus Glas, die sich je nach Beisetzungszeit in Form und Farbe unterscheiden. Aber auch Fibel und kleine Dolche wurden als Beigaben entdeckt.
Bei den Ausgrabungen im Kastellinnern wurde ein bemerkenswerter Münzfund gemacht. Der Fachmann, Emil Heuser beschrieb ihn im Jahre 1926 folgendermaßen: Ein Aufseher bei den Grabungsarbeiten hatte wohl einen siebten Sinn. Er schürfte vorsichtig mit dem Spatel in der schwarzen Kulturschicht einer Legionärsbaracke an der Lagerstraße Via praetoria des Kastells. Dabei legte er einen kleinen Schatz von Römermünzen frei. In verrottetes Papier eingerollt fand er zwei aneinander gefügte Geldrollen. Zwischen beiden Rollen steckte ein Golddenar. Man nimmt an, dass ein Krieger oder sonstige Insassen des Kastells vor Herannahen der kriegerischen Germanenstämme der Nemeter und Vangionen im Winter 69/70 nach Chr. seine Ersparnisse im Barackenboden vergrub. Hier wurden sie 1913, also nach etwa 1843 Jahren, wieder an das Tageslicht gefördert. Bei Sichtung der Münzen zählte man 134 Silberdenare, 9 halbe Denare, Quinare genannt, und einen Golddenar, insgesamt 144 Münzen. Teils aus der Kaiserzeit stammend, teils Prägungen aus den Jahren der römischen Republik. Einige Münzen Cäsars, eine Münze von Brutus, der am Mordkomplott gegen Cäsar beteiligt war und der sich nach dieser Tat zum Imperator ausrief. Mit die wertvollsten Münzen aus dem Fund waren 8 Denare mit dem Prägezeichen S P Q R (Senatus populusque romanus, d.h. im Namen des römischen Senats und Volkes). Das waren autonome Münzen des römischen Senats, die zwischen den Zeiten kaiserlicher Herrschaft geprägt wurden. Die "jüngste" Münze war eine Prägung des Kaisers Vespasian aus dem Jahre 69 nach Chr. Sie gab mit Aufschluss über das Jahr der Zerstörung des Kastells Rheingönheim.
Eine Rarität unter den im Kastell gemachten Funden ist ein Medaillon, aus blauem Glas mit Bronzefassung, mit dem Kopfe von Drusus, dem Bruder des Kaisers Tiberius, (14 - 37 n. Chr.). Darunter sind die Köpfe seiner drei jugendlichen Söhne geprägt. Von diesem Medaillon kennt man nur 2 Exemplare: eines im Britischen Museum in London und das Rheingönheimer Exemplar im Historischen Museum in Speyer. Ein Abguss des britischen Medaillons befindet sich im Stadtmuseum Ludwigshafen im Rathauscenter.
Möglich wurden diese Ausgrabungen durch eine großzügige Stiftung eines Gönners der damaligen Gemeinde Rheingönheim, des Geh. - Rates Dr. K. Reiss und seiner Schwester Anna aus Mannheim. Karl Reiss und seine Schwester Anna entstammten dem Mannheimer Großbürgertum der Gründerzeit zu Ende des 19. Jahrhunderts. Er lebte von 1843 bis 1914. Ein Gemeinderatsbeschluss vom 23. März 1914 veranlasste: "Für Geh. - Rat Dr. Karl Reiss und seine Schwester ist ein Gedenkstein zu setzen, der für die Gemeinde Rheingönheim ein Gegenstand der Verschönerung sein soll". Dieser Stein fristet heute in einer Ecke des Wildparks Rheingönheim ein verschämtes Dasein.
Im April des Jahres 1967 brachte der Archäologe Günter Ulbert ein Geschichtswerk . "Das frührömische Kastell Rheingönheim" mit Katalogisierung der hier gemachten Funde heraus. Große Verdienste um das Erscheinen dieses Werkes hat Dr. Roller vom Historischen Museum in Speyer. Mit Rat und Tat unterstützte er das Vorhaben.
[Kämpfe deutscher Stämme und Aufgabe der Provinz]
Kämpfe deutscher Stämme und Aufgabe der Provinz
Fast 300 Jahre herrschten bei uns jetzt schon die römischen Besatzungssoldaten. Nemeter und Vangionen, zwei germanische Stämme hatten sich stark vermischt und inzwischen in der ganzen Pfalz ausgedehnt.
Die Provinz " Germania superior ", mit der Hauptstadt Mainz, war eine ruhige zu haltende Gegend, ganz im Gegensatz zu der nördlichen Provinz " Germania inferior ", mit der Hauptstadt Köln. Durch Einbruch wilder Völkermassen drohte dem aufblühenden Christentum und der sich entwickelnden Kultur die größte Gefahr. In unseren Raum drängten in immer stärkerem Maße die Markoannen aus der Gegend zwischen den Alpen und der Donau, die Alemannen zwischen Rhein, Donau und Main, aber auch die Franken aus dem Raume des Maines zur Weser hin. Man suchte neuen Lebensraum und trachtete danach, in immer stärkerem Maße sich Stücke der schönen Rheingaue einzuverleiben.
Im Jahre 234 n. Chr. kam es zur ersten Schlacht zwischen Alemannen und den Truppen des Kaiser Alexander Severus. Die Römer blieben noch Sieger, doch durch eigene Unruhen geschwächt, erhoben sich die umliegenden Völker in immer stärkerem Maße. Die Franken erlitten um 240 n. Ch. noch eine vernichtende Niederlage. Um 250 n. Chr. waren es dann die Alemannen, die sengend und brennend durch unsere Heimat zogen. Kaiser Valerians Sohn Gallienus gelang es mit viel Mühe, die Alemannen über den Rhein zurückzudrängen. Jedoch schon um 260 n. Chr. fielen die Alemannen aus der Gegend von Mainz wieder in den Rheingauen ein. Die Städte Mainz, Worms und Speyer wurden total zerstört. Viele Menschen fanden den Tod. Im letzten Moment schaffte es Postumos, den Siegeszug der Alemannen zu bremsen. Im Jahr 296 n. Chr. konnte Kaiser Constantin, die Alemannen entscheidend schlagen. Sie wurden aber immer stärker. Die Alemannen besetzten immer größere Stücke der Römischen Provinz. Die Alemannen - Könige Chundomad und Vadomor beherrschten um 350 n. Chr. unsere ganze Gegend. Kaiser Constantinus sandte neue Truppen und stellte Julian an die Spitze des römischen Heeres. Im Jahre 357 n. Chr. kam es zur Entscheidungsschlacht und die Alemannen wurden vernichtend geschlagen. Unter Kaiser Valentinian überschritten 368 n. Chr. wilde Horden wieder die Grenze. Der beginnenden Völkerwanderung und der damit verbundenen Verwüstungen konnte kein Einhalt geboten werden. Es wälzten sich Vandalen, Quaden, Sarmaten, Alanen, Gepiden, Heroles, Sachsen, Burgundionen, Alemannen und Pannonier in die Rheingaue zwischen Straßburg und Mainz.
409 n. Chr. waren die heidnischen Völker Herren über ganz Gallien. Kirchen wurden zerstört, Christen ermordet und Menschen verschleppt.
Die politische und kulturelle Einheit, zu der die Welt um das Mittelmeer durch das römische Reich im Laufe der Jahrhunderte zusammengewachsen war, begann zu zerfallen. Im Jahr 429 n. Chr. versuchte Aetius, aus römischen Adel stammend, zumindest in Italien und Gallien die römische Herrschaft aufrechtzuerhalten. Mit Hilfe der Hunnen zerschlug er 437 n. Chr. das entstandene Burgunderreich. Die Burgunder wurden ins Rhonetal umgesiedelt. Die Ereignisse sind im Nibelungenlied überliefert worden.
Um das Mutterland zu schützen, ziehen die Römer ihre Legionen vom Rhein ab. Franken und Salier breiten sich in unserer Gegend aus. Der letzte Statthalter der Römer wird in einer Schlacht besiegt. Die Römer hatten sich bei der Sicherung der Grenzen zu sehr auf Bündnisse mit germanischen Völkern verlassen. Es kommt zur Plünderung Roms durch den Westgotenkönig Alarich. In dieser Zeit schlossen sich Volksstämme zu größeren Einheiten zusammen. All diese Veränderungen blieben nicht ohne Einfluss auf die weitere Entwicklung in unserer Gegend. Doch wie sah es nun in unserer Gegend aus. Jedes Volk hatte seine blutige Spur gezogen. Die Rheingauen waren fast menschenleer, diejenigen, die noch die Möglichkeit hatten, wanderten in die morgenländischen Gegenden aus. Ein unbeschreiblicher Exodus hatte begonnen.







