Gründung des Gesangverein Germania e.V.Am 18. Januar 1874 wurde der " Gesangverein Germania e. V." gegründet. Der allererste Vorsitzende war Peter Berg. Die Chorleitung lag in den Händen von Lehrer Klein. Im Saal der Gastwirtschaft "Zum Löwen" wurde fleißig geprobt. Die Vereinsfahne wurde geweiht. Der Chor entwickelte sich zu einem beachtlichen Klangkörper. Bereits 1899 konnte das 25-jährige Jubiläum im Garten des Altbürgermeisters Frey gefeiert werden. Erfolge stellten sich ein. Beim Bundessängerfest 1910 in Neustadt wird der Chor mit einer Goldmedaille und dem von Prinz Rupprecht gestifteten Pokal ausgezeichnet. Das "Goldene Jubiläum" feierte man im Jahre 1924. Die Machtverhältnisse 1933 machten sich auch im Vereinsleben bemerkbar. Die Vereine sollten "gleichgeschaltet" werden, um Großvereine zu bilden. Nach Kriegsausbruch waren viele Sänger eingezogen. Das Vereinsleben konnte kaum weiter betrieben werden. Die beiden örtlichen Gesangvereine bildeten für die Dauer des Krieges eine Arbeitsgemeinschaft. Nach dem Krieg wurde Adam Neumann 1. Vorsitzender und Rudolf Bourgett neuer Chorleiter. In den fünfziger Jahren erfolgten Aufnahmen beim Südwestfunk und ein Opernkonzert mit dem Pfalzorchester. Im Jahre 1959 übernahm Siegfried Salten die Leitung des Chors. Der Chor holte sich internationale Anerkennung. Beim Conocorso Polifonico Internationale in Arezzo wurde ein 5. und 7. Preis erhalten. Weitere Stationen der Konzertreisen in In - und Ausland folgten. Zugunsten der Bergwacht, des DRK und des ASB wurden Benefizkonzerte durchgeführt. Seinen 100. Geburtstag feierte der Verein im Jahre 1974. Im November 1980 fand ein Opernchorkonzert statt. Stargäste waren Elke Andiel, Sopran und Reinhard Leisenheimer, Tenor. Aus Anlass des 110 jährigen Bestehen bekam der Verein den Wappenteller des Landes Rheinland-Pfalz überreicht. Große Reisen der Chorgemeinschaft Salten begannen. Im Jahre 1999 kann der Verein "Germania" auf sein 125 jähriges Bestehen zurück blicken. Geleitet wurde der Chor über 40 Jahre von MD Siegfried Salten. Seit Januar 2003 steht der Chor zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte unter der Leitung einer Frau, der Chorleiterin Marie-Theres Brand. Möge der Gesangverein Germania noch lange das Kulturgut "Lied" pflegen und es in unser Bewusstsein und unsere Herzen bringen.
Die 1. Vorsitzenden seit Gründung:
Berg Peter
Köhler Christov
Baumann Philipp
Baumann Peter
Hübner Wilhelm
Heß Arthur
Neumann Adam
Hübner Eugen
Heß Arno
Kramb Rolf
Wilhelm Wißmann
Dirigenten seit der Gründung:
Lehrer Klein
Lehrer Kronenberger
Lehrer Kuhn Otto
Lehrer Schneider Arthur
Bourgett Rudolf
Dr. Wassermann Alfred
Salten Siegfried
Marie-Theres Brand
Aus unserem Dorfgeschehen IVIm Jahre1874 wurde das Gemeindehaus in seiner heutigen Form erbaut. Der Kostenaufwand betrug 22969 Mark.
Im Jahre 1876 wurde die "Pfalzschule" als katholische Volksschule in Rheingönheim erbaut. Der damalige Baupreis betrug 24000 Mark. In der Nacht vom 9 auf den 10. August 1943 zerstörten Brandbomben diese Schule.
Im Jahre 1877 gründete man die hiesige Feuerwehr und hatte im ersten Jahr gleich drei Brände zu bekämpfen.
Gründung des Turnverein 1878 e.V.Im Jahre 1878 kam es zur Gründung des Turnverein Rheingönheim e.V. Die Gründer waren Jakob Weick, Jakob Weigel, Peter Horlacher I., Karl Thirolf und Georg Frey VI. Man turnte anfangs auf dem Schulhof der Rheinschule, dann auf dem Grundstück der Familie Jakob Köhler in der Hauptstraße. Ein Übungsplatz im Garten von Peter Wetzler, dem Wirt "Zur Fischpfanne" in der Benngewannstraße, wurde später benutzt. Der Verein hatte immer mehr Mitglieder. Die Gemeinde stellte eine Fläche auf der so genannten Gänsewiese zur Verfügung. Geturnt konnte nur im Sommerhalbjahr werden. In der kalten Jahreszeit musste das Turnen ruhen. Um das Turnen im Winter zu ermöglichen, mietete man den Schulsaal in der Rheinschule, später den Saal der Gastwirtschaft "Zum Schwanen", dann den Saal der Gastwirtschaft "Zum Deutschen Reich" und den von Ludwig Frey III. erbauten Saal der Gastwirtschaft "Zum Löwen". Durch die Bemühungen des Vorsitzenden Franz Büttner konnten die Besitzer der Grundstücke im vorderen Kappes - Adam Frech II., Johannes Frey VI., Georg Frey VI - zum Verkauf bewogen werden. Das in Pacht befindliche Grundstück von Lehrer Mühlhäuser wurde gekauft. Die von allen ersehnte Turnhalle wird nun in den Jahren 1912/1913 gebaut. Die Einweihungsfestlichkeiten fanden am 17. und 18. Mai 1913 statt. Der Verein wurde immer größer, die Mitgliederzahl wuchs. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges musste die Turnhalle der Gemeinde für Unterrichtszwecke zur Verfügung gestellt werden, da die Mozartschule zum Reservelazarett umfunktioniert war. In den Jahren 1924/1925 wurden Arbeiten zur Erweiterung der Turnhalle durchgeführt. In der Zeit des Nationalsozialismus sollten alle Vereine zu einem Großverein zusammengeschlossen werden. Der Turnverein leistete Widerstand. Der damalige 1. Vorsitzende, Emil Klamm, dessen Vater Johannes Klamm und das Ehrenmitglied Karl Müller wurden in Schutzhaft genommen. Die Turn - und Sportgemeinde wurde gegründet. 1945 kam es wieder zur Auflösung dieser Sportgemeinde. Der alte Zustand wird wieder hergestellt. In der Folgezeit werden weitere Umbauten an der Turnhalle durchgeführt. Mit Stolz feierte der Turnverein im Jahre 1978 sein 100 jähriges Jubiläum. Folgende Abteilungen haben sich mit der Zeit gebildet:
Abteilung Turnen
Die Turnabteilung ist so alt wie der Turnverein selbst. Dank aufopferungsvollen Übungsleiterinnen und Übungsleitern können - nach Altersstufen getrennt - in Übungsstunden moderneres Turnen vermittelt werden. Beliebt ist die Turnstunde der AH. Sie wird von einer großen Anzahl "Älterer Herren" gerne besucht. Parallel gibt es die 1921 gegründete Frauenturnstunde. Gern besuchte Übungsstunden sind die Kurse in Aerobic und Wirbelsäulengymnastik. Reges Interesse findet das Seniorenturnen.
Abteilung Handball
Die Abteilung Handball wurde im Jahre 1920 durch Emil Klamm gegründet. Ab 1922 ist in der Verbandsrunde mit wechselseitigen Erfolgen gespielt worden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Handballsport neu belebt. Der Turnverein spielte sich in die damalige höchste Spielklasse. Im Jahre 1951 wird der erweiterte Sportplatz mit einem Handballturnier eingeweiht. Die Handballmannschaften spielten in den folgenden Jahren sowohl in der Feld - wie den Hallenrunden mit unterschiedlichen Erfolgen. 1994 war ein Höhepunkt im Handballleben des Vereins: 25 Jahre Frauenhandball. 1995 bestand die Handballabteilung 75 Jahre. Die Handballabteilung ist eine tragende Säule des Vereins.
Abteilung Faustball
Faustball wurde beim Turnverein schon in den 30iger Jahren gespielt. Erste Wettkämpfe wurden Ende der 30iger Jahre durchgeführt. Es spielten 3 oder 4 Mannschaften mit unterschiedlichen sportlichen Erfolgen bis zu Beginn des 2. Weltkrieges. 1949 erfolgte der Neubeginn. Mannschaften des Turnvereins spielten in verschiedenen Klassen und besuchten die Runden - und Turnierspiele in der näheren und weiteren Umgebung. In den 70iger Jahren kam es durch Abstieg aus der Gauklasse zu einem Tiefpunkt. Nach Wiederaufstieg in die Gauklasse ist der Aufschwung geglückt. Seit dem Jahr 2000 spielt die 1. Männermannschaft in der 2. Bundesliga.
Abteilung Leichtathletik
Über die Gründung dieser Abteilung gibt es keine Aufzeichnungen mehr. Bis 1942/1943 war die Abteilung in fast allen Disziplinen vertreten. Nach dem 2. Weltkrieg begann auch hier der Neuaufbau. Im Jahre 1950 errang Willi Repp 3 Mal den Meistertitel der pfälzischen Junioren im 3000 m Lauf. Walter Muth war pfälzischer Jugendmeister im Fünfkampf und Weitsprung. K. H. Zickgraf errang 1961 den Titel eines Pfalzmeisters der Junioren im 400 m Hürdenlauf. Der viel versprechende Aufschwung erlosch in den Jahren 1963/1964. Im Jahr 1977 begann man wieder Interessenten für die Leichtathletik zu begeistern. 1999 musste der Betrieb dieser Abteilung eingestellt werden.
Abteilung Tennis
Im Jahre 1994 wurde die Tennisgruppe zur offiziellen eigenständigen Abteilung ernannt.
Im Verein sind über Generationen hinweg fundierte Grundlagen geschaffen worden, um in turnerischer Gemeinschaft, der Gesundheit, der Schaffenskraft und dem Wohlergehen vieler junger und älterer Bürger dienen zu können. Heute ist der TVR ein Verein mit über 1000 Mitgliedern und steht kurz vor seinem 125 jährigen Jubiläum im Jahre 2003.
Die 1.Vorsitzenden seit Gründung des Vereins:
1878 - 1880 Fries Franz
1880 - 1883 Weick Jakob
1883 - 1885 Baumann Christian
1885 - 1897 Horlacher Peter
1897 - 1899 Weigel Jakob
1899 - 1913 Büttner Franz
1913 - 1921 Klamm Johann
1921 - 1953 Klamm Emil
1953 - 1960 Völker Georg
1960 - 1971 Hook Walter
1971 - 1976 Renner Willi
1976 - 1986 Fiedler Oskar
1986 - 2001 Niedhammer Peter
2001 - 2006 Kuchenbecker Petra
2006 - 2008 verwaist
seit 2008 Kuchenbecker Petra
Gründung des SPD Ortsverein im Jahre 1878Bebel und Liebknecht gründeten 1869 in Eisenach aus abgespalteten Mitgliedern des Allgemeinen Deutschen Arbeiter Verein (ADAV, Präsident Lassalle), linken Mitgliedern der Arbeiterbildungsvereine und Gewerkschaften die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), die mit ihren beiden Parteigründern sofort im Reichstag vertreten waren.
Die Reichseinigung hat die wichtigsten Streitpunkte zwischen ADAV und SDAP bezüglich der praktischen Politik überflüssig werden lassen. Bei den Reichstagswahlen 1774 errangen die Eisenacher sechs und die Lassalleaner nur drei Mandate. Die ADAV ergriff die Initiative zu einem Zusammenschluss, der 1875 in Gotha stattfand und die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands aus der Taufe hob. Mit 34000 Mitgliedern war die Sozialistische Arbeiterpartei damals die stärkste Arbeiterpartei der Welt.
Auch im Raum Ludwigshafen - Mannheim vollzog sich eine stürmische, industrielle Entwicklung. So blieb es nicht aus, dass Vertreter der neuen Arbeiterbewegung schon recht bald auch in unserem Ort zu der Bevölkerung sprach. Den ersten öffentlichen Auftritt von Sozialdemokraten in Rheingönheim notierte man am 17. Juni 1877, um 16.30 Uhr, im Lokal "Zum Lamm" des Gastwirts Wilhelm Berlinger in der Hauptstraße. August Dreesbach hielt eine so flammende Rede, dass Bürgermeister Johannes Frey IV. von seinem Amt zurücktrat. Johannes Frey IV. war vom Königlichen Bezirksamt Speyer mit der Überwachung der Versammlung beauftragt worden.
Schon im September des gleichen Jahres folgte in unserem Ort die zweite Volksabstimmung. Zum gleichen Zeitpunkt tauchten auch die ersten Namen von Sozialdemokraten aus Rheingönheim in den Protokollen auf. Es waren Georg Christof Karch, Johannes Magin, Peter Schärf, Phillipp Biffar und Jakob Neumann.
Die verstärkten Anstrengungen, den Arbeiterfamilien zu mehr Rechten zu verhelfen, zeigte im Vergleich der beiden Reichtagswahlen von 1874 und von 1877 schon ihre Früchte:
|
Fortschrittler |
Ultramontane |
Sozialdemokraten |
Nationalliberale |
Zentren |
|
|
1874 |
220 |
3 |
7 |
||
|
1877 |
57 |
193 |
5 |
Man hatte also einen großen Achtungserfolg erreicht, was nicht zuletzt der Arbeit von August Dreesbach und Franz Joseph Ehrhart zuzuschreiben war.
Nach langem Suchen in den verschiedensten Archiven, können wir die Gründung der hiesigen sozialdemokratischen Arbeiterpartei auf Sonntag, den 10. März 1878 im Lokal "Zum Adler" des Gastwirts Georg Berg festlegen. Als Gastredner war Ferdinand Weidemann aus Mannheim zum Thema "Die deutsche Arbeiterbewegung" am Rednerpult. Er hielt eine flammende Rede.
Die Männer der ersten Stunde in unserem Dorf waren:
Anton Müller, Schreiner
Adam Böckler, Arbeiter
Georg Christof Karch, Eisendreher
Johannes Magin, Arbeiter
Philipp Biffar, Steindrucker
Jakob Neumann, Schlosser
Peter Schaerf, Maurer
Doch kaum war in unserem Ort dieser historische Schritt getan, da zerstörte das Sozialistengesetz von Bismarck viele Hoffnungen und Träume. Nicht wenige der aktiven Sozialdemokraten mussten ihre Arbeit in den Untergrund verlegen, immer in der Angst vor Verhaftung. Trotz der Unterdrückungsmaßnahmen zeigte sich, dass die Arbeiterschaft weiterhin die Sozialdemokraten als ihre Interessenvertreter ansah. Die primitive Vorstellung, hinter jeder sozialen Unruhe steckten die vaterlandslosen Aufhetzer der Sozialdemokratie, hielt vor dem Leben nicht stand. Das Sozialistengesetz, gegen das sich bereits wiederholt Linksliberale und Abgeordnete der Zentrumspartei gewandt hatten, wurde 1890 aufgehoben. Die Sozialdemokratie konstituierte sich nun wieder legal als Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD).
Aus unserem Dorfgeschehen VIm Jahre 1879 installierte sich die Post in Rheingönheim. Ihr Leiter war Philip Jakob Schmitt. In den Jahren 1879/80 kam es wieder zu Naturkatastrophen. Es war der kälteste Winter seit Jahrzehnten, tausende von Obstbäumen gingen ein. Dann kam das Hochwasser. Viel Agrarland war bedeckt. Die Ebene glich einem See. Die jahrelange mühevolle Arbeit der Dorfbevölkerung war umsonst verrichtet. Im Jahre 1890 erfolgte die Gründung einer landwirtschaftlichen Darlehnskasse. Gemeindeschreiber Johannes Schmidt ist erster Rechner des Spar- und Darlehnsverein. Im Jahre 1891 wird zum 70. Geburtstag des Prinzregenten Luitpold der Luitpoldhain am heutigen Hohen Weg eingeweiht.
Gründung der Turngesellschaft Frei Heil Rheingönheim e.V.Im Jahre 1892 kam es zur Gründung der Turngesellschaft "Frei Heil Rheingönheim". Den Anstoß zu dieser Gründung gab mehr oder weniger der "Turnverein e.V. 1878 Rheingönheim". Dieser verlegte seine Turnstätte vom Gasthaus "Löwen" in den Saal des Gasthauses "Zum Schwanen" von Georg Frey. Der damalige Löwenwirt Christoph Frey war über diesen Vorgang so erbost, daß er die Gelegenheit nutzte mit Sportfreunden die Turngesellschaft "Frei Heil" zu gründen. Bei der Gründungsversammlung waren anwesend:
Christoph Grün
Philipp Kramp
Christoph Wetzler
Adam Gimmy
Franz Weigel
Jakob Schwarz
Adam Baumann
Jakob Schäfer
Peter Baumann
Gustav Teinker
Jaen Hahl
Peter Wolf I
Valentin Hahl
Fritz Heene
Martin Wetzler
Georg Scherer
Zum 1. Vorsitzenden wurde Christoph Grün, zum 2. Vorsitzenden Christoph Wetzler gewählt. Die Turngesellschaft war dem Deutschen Turnerbund angeschlossen. Wenige Wochen nach der Gründung kam es zur Anschaffung der ersten Turngeräte. Das erste Gründungsfest wurde nach vielen Schwierigkeiten auf dem Gelände des heutigen ev. Pfarrgarten begangen. 1895 erfolgte die Fahnenweihe mit Turnfest auf den Kandelwiesen.
Auf der Generalversammlung im Jahre 1904 beschloss man den Übertritt zum Arbeiter - Turn - und Sportbund. Es kam zu einem Anstieg der Mitgliederzahl. Im Jahre 1910 wurde durch den damaligen Vorstand, Wilhelm Schäfer, eine Akrobatengruppe gegründet. Die Übungsstätten wurden im Laufe der Zeit immer wieder gewechselt. Nach dem Gasthaus "Löwen", war man in den Gasthäusern "Zum Schwanen, "Grüner Baum" und "Lamm". Das anstehende 25 jährige Vereinsjubiläum im Jahre 1917 musste wegen des herrschenden 1. Weltkriegs ausfallen. 1920 erfolgte die Gründung der Turnerinnen - und Fußballabteilung. Die Turnerinnenabteilung wurde geführt von Abteilungsleiter Friedrich Rebennack dem späteren Ehrenmitglied des Vereins. Der Gänseweideplatz wird auf 100 Jahre gepachtet, um sich sportlich auf diesem Gelände zu betätigen. Im Jahre 1921 wurde die Handballabteilung gegründet. Es folgten Teilnahmen an Arbeiter - Turn - und Sportfesten in Leipzig und Frankfurt. Im Jahre 1929 beschloss die Generalversammlung eine vereinseigene Turnhalle zu bauen. Der Wahlspruch lautete "Vereinte Kraft, Großes schafft". Durch eigene Kraft konnte nach einem Jahr, 1939, der Hallenbau vollendet werden. Im Jahr 1933 war das Eigenleben der "Freien Sportvereinigung" durch die nationalsozialistische Machtübernahme zu Ende. Das Vermögen wurde beschlagnahmt und der Verein enteignet. Es kam zur Auflösung des Vereins. Die Turnhalle diente zur Aufbewahrung von Erntefrucht und als Abstellraum von Schulgeräten. Bei einem Bombenangriff wurde das ganze Gebäude 1943 zerstört.
Im Jahre 1950 wurde die Turngemeinschaft "Frei Heil" im Lokal "Zum Sportheim" wieder gegründet. 1. Vorsitzender wurde Valentin Repp. Im Jahre 1953 kam es zum Wiederaufbau der Turnhalle mit festlicher Einweihung. Die Gründung einer Frauenturnstunde ( Hausfrauenabteilung ) erfolgte im Jahr 1961.
1965 konnte das 65 jährige Jubiläum gefeiert werden. Der Einbau von zwei Kegelbahnen im Vereinsgebäude erfolgte im Jahre 1966. Eine Faustballabteilung wurde gegründet. In den Jahren 1980 bis 1983 hatte die Handballabteilung Erfolge vorzuweisen. In den weiteren Jahren erfolgten Teilnahmen der Turner an den Deutschen Turnfesten in Frankfurt, Berlin, Dortmund - Bochum. Im Jahre 1992 konnte das 100 jährige Jubiläum gefeiert werden. Zur Zeit werden folgende Sportarten angeboten:
Kinderturnen, Jugendturnen, Kinder - Step - Aerobic, Aerobic für Erwachsene, Trampolinturnen, Frauengymnastik, Wirbelsäulengymnastik, Walking, Tischtennis, moderne effektive Selbstverteidigungsarten.
Aus unserem Dorfgeschehen VIDie katholische Kirchengemeinde erlebte am 15. Oktober 1892 die Einweihung ihrer Notkirche. Standplatz war das Schwesternhaus in der St. Josefsgasse. Stifter der Notkirche aus eigenen Mitteln war der Domprobst und Generalvikar Ritter Philipp von Pfeifer, ein Wohltäter der katholischen Kirchengemeinde Rheingönheims.
Im Jahre 1894 wurde der "Athletenclub Rheingönheim e. V." gegründet. Bäckermeister Heinrich Wolf, wohnhaft in der Hauptstraße war im Schwergewicht Stemmen mehrmaliger Süddeutscher Meister. Er war 180 kg schwer und badete bei winterlichen Temperaturen im Rhein. Peter Rheimut war im Leichtgewicht Stemmen mehrmaliger Deutscher Meister. Ebenfalls Deutscher Meister in der Gewichtsklasse Halbschwergewicht Stemmen war Reinhold Mantay.
Im Jahre 1899 machte sich der Wunsch nach einem Arbeiter - Gesangverein bemerkbar. Im Lokal "Zum Schwanen" des Gastwirtes Karl Veith hatten sich deshalb viele alte Sänger eingefunden, und die Gründung unter dem Beinamen "Aurora" vollzogen. Erster Vorsitzender wurde Adam Hofer. Weitere Gründungsmitglieder waren Michael Baumann, Johann Böckler, Peter Börstler, Jakob Günther, Rudolf Heene, Peter Hofer ". Der Arbeitergesangverein feierte im Jahr 1924 sein 25 jähriges Bestehen. Im Jahre 1929 wurde aus diesem Gesangverein der gemischte Chor "Volkschor Rheingönheim e. V.". Im Jahre 1949 wurde das 50. jährige Vereinsjubiläum gefeiert.
Firmengründungen 1851 bis 1900In der Zeit von 1852 bis zum Jahre 1905 ist die Einwohnerzahl Rheingönheims von 1170 auf 3757 Einwohner gestiegen. Entscheidend für Rheingönheims Wachstum waren die Firmengründungen in Rheingönheim selbst und im Raum Ludwigshafen. Die Menschen zogen aus dem südpfälzischen und vorderpfälzischen Raum nach Ludwigshafen und in seine Vororte, wo sie in den dort angesiedelten Industriebetrieben einen Arbeitsplatz fanden.
Die Woellner Werke/RheingönheimIm Jahre 1896 siedelte sich die Unternehmerfamilie Eduard Woellner mit ihren Produktionsanlagen in Rheingönheim an. Alle Voraussetzungen für die Gründung einer Produktionsstätte der chemischen Industrie waren vorhanden: Stromanschlüsse, Gleisanlagen der Pfälzischen Eisenbahngesellschaft, Arbeitskräfte, Lieferanten und Abnehmer in unmittelbarer Nähe. Mit der Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Woellner - Werke fand auch mancher Rheingönheimer Bürger einen Broterwerb im Ort. Die Gemeinde profitierte durch Steuereinnahmen von der Firmengründung. Die Produktionsschwerpunkte der Woellner - Werke waren in diesen Jahren die Herstellung von Wasserglas, Kristallsoda, Glaubersalz und Reinigungstextilien. Dass die Woellner - Werke schnell wuchsen, ersieht man aus dem Protokoll des Gemeinderates Rheingönheim vom 17. September 1906. Darin wurde die Bitte des Fabrikanten Eduard Woellner behandelt, auf seinem Anwesen eine Kantine errichten zu dürfen, zum Ausschank von Bier, Wein und Kaffee und zur Verarbeitung von Vesperbrot und Mittagessen für seine eigenen Arbeiter und Angestellten. Der Gemeinderat gab dem Antrag des Fabrikanten seine Zustimmung. 1910 nahm das Werk die Produktion von Seifen und Waschmittel auf. Nach dem 1. Weltkrieg wurden 1919 die Anlagen zur Produktion von Wasserglas und Waschmittel erweitert 1928 bis 1931 wurden die Produktionskapazitäten für Seifen und Waschmittel ausgebaut. 1935 nahm man die Herstellung von Handwaschpasten auf. Eine Sprühturmanlage zur Produktion von Reinigungsmitteln wurde 1939 errichtet. Mit einer ideenreichen Werbung bei Hausfrauennachmittagen mit Bühnenprogramm sorgten die Woellner - Werke für den Absatz ihrer Waschmittel. Der damalige Werbeslogan: "Plexil, Plexil und nochmals Plexil! Man wäscht damit und kommt zum Ziel. Für deine Wäsche aller Art nimms gute Pfälzer Fabrikat!" Es fuhren auch Werbefahrzeuge der Firma durch die pfälzer Dörfer, die über Lautsprecher Produkte der Firma anpriesen.
Die Jahre 1946 bis 1959 waren ausgefüllt mit der Beseitigung von Kriegsschäden und weiterem Ausbau der Produktionsanlagen, insbesondere für Wasserglas und der Entwicklung von Wasserglas - Folgeprodukten (Gießerei - Hilfsmittel). In diese Zeit fiel auch die Eingliederung verschiedener Firmen, zur Verbreitung der Reinigungssparte. 1960 übernahm der Enkel des Firmengründers, Dr. Eduard Woellner, die Firmenleitung. Heute ist die Firma in ihrem Produktionsprogramm auf dem deutschen und europäischen Markt nicht mehr wegzudenken. Die Palette ihres Produktionsprogramms reicht von Silikaten und Silikatspezialprodukten über Bautenschutzprodukte, Reinigungsmittel und Hautschutz für die Industrie bis hin zu Reinigungs - und Desinfektionsmittel für die Nahrungsmittelindustrie und die Landwirtschaft.
Faßfabrik Nilhas/RheingönheimDie Faßfabrik Michael Nielhas wurde um 1900 gegründet. Sie belieferte vor allem die chemische Industrie in unserem Raum. Die Faßfabrik wurde ein Raub der Flammen bei einem Nachtangriff vom 5/6 September 1943. Die Firma wurde wieder aufgebaut. Das Gelände ist heute im Besitz der Firma Woellner.
Joh. A. Benckiser GmbH/LudwigshafenDie Firma Joh. A. Benckiser siedelte 1858 von Pforzheim in die Gemeinde Ludwigshafen. Es wurde zunächst ausschließlich Weinsäure hergestellt. Sie ist eine der ältesten chemischen Fabriken die Weinsäure produziert. Um 1930 trat neben der Weinsäureproduktion die Herstellung der nahen Verwandten Citronensäure. Diese erfolgte im Werk Ladenburg. Die beiden Fruchtsäuren werden im erheblichem Umfang auch exportiert und haben ein weites Anwendungsgebiet in der Süßwaren -, Getränke -, Konserven -, kosmetischen und pharmazeutischen Industrie. Ein dritter Produktionszweig ist die Erzeugung phosphorsaurer Salze. Diese Phosphate (z. B. Calgon u. a.) gehen heute in alle Bereiche der weiterverarbeitenden, industriellen und gewerblichen Wirtschaft.
Die Badische Anilin - und Sodafabrik BASF/LudwigshafenNachdem sich der Mannheimer Bürgerausschuß geweigert hatte eine chemische Fabrik auf ihrem Gelände zu errichten ging Friedrich Engelhorn mit seinem Projekt auf die andere Rheinseite nach Ludwigshafen. Hier wurde Gelände auf den Hemshöfen gekauft. Eine Bürgerdeputation begab sich im April 1865 nach Speyer, um die Erteilung einer Konzession für die neue Gesellschaft zu erbitten. Hier stand ein Ereignis bevor, das ungeahnte Perspektiven eröffnete. Die ersten Fabrikgebäude entstanden und wirkten fast verloren in der Weite der bäuerlichen Gemarkungen. Aber schon um die Jahrhundertwende war die BASF zu einem anspruchsvollen Fabrikkomplex angewachsen. Sie hatte bereits damals einige wissenschaftliche Leistungen von Rang aufzuweisen. Ein Weg zur Herstellung von Alizarinrot war gefunden worden, die Indigosynthese gelungen und ein bedeutender Farbstoff entdeckt, das Indanthren. Es bahnten sich Entwicklungen an die ganz neue Arbeitsgebiete erschließen sollten. Professor Haber war die Gewinnung von Ammoniak aus den Elementen Wasserstoff und Stickstoff in Karlsruhe gelungen. Professor Carl Bosch meisterte in der BASF nach anfänglichen Schwierigkeiten die technische Durchführung des Verfahrens. Düngemittel konnten produziert werden. Es begann das Zeitalter der Hochdruckchemie. Sehr viele Synthesen konnten jetzt entwickelt werden. Es kam zur Methanolsynthese, Kohlehydrierung, der Kunststoffproduktion und anderes mehr. Heute wird eine Palette hochwertiger Chemikalien produziert. Mit dem Werk als größter Arbeitgeber in der Region ist auch die Stadt Ludwigshafen gewachsen. Stadt und Werk sind ein zusammenhängender Komplex geworden.
Firma Giulini GmbH/LudwigshafenDer Name Giulini stammt aus der Lombardei. Die ersten Giulinis sind zu Beginn des 19. Jahrhundert aus ihrer lombardischen Heimat am Comer See ausgewandert und haben sich in Mannheim niedergelassen, um Handel zu treiben. Erst mit den Jahren reifte der Entschluss eine eigene chemische Fabrik zu bauen. Auf dem heutigen Marktplatz in Ludwigshafen wurde 1851 mit dem Bau einer Schwefelsäure - Alaun - und Vitriolfabrik begonnen. Schiffe brachten den benötigten Rohschwefel. Die Schutzkleidung der Schwefelarbeiter ließ im Volksmund den Namen "Schwefelkutt" oder "Kutt" entstehen. Zusätzlich wurde aus grönländischem Kryolith, später aus französischem Bauxit schwefelsaure Tonerde gewonnen. 1893 wurde durch Dr. Georg Giulini in Mundenheim Gelände erworben, das so genannte "Mörsch Gewann". Die Fabrik konnte so den Stadtmittelpunkt verlassen. Bis zum Jahre 1903 war die Übersiedlung nach Mundenheim bewerkstelligt. Dieser Standort brachte auch den Vorteil, dass die Firma nun unmittelbar am Rhein lag. Die Firma wurde umgegründet und hieß ab 1893 Gebrüder Giulini GmbH. Die Produktion von Phosphatsalzen, Düngemittel, Gasreinigungsmasse, Füllstoffe, Gießerhilfsmittel folgten. Die Pharmazeutische Abteilung entwickelte Arzneimittel. Sie isolierten Reinalkaloide aus der Rau - wofia. Es folgte die Herstellung von weiteren pharmazeutischen Hilfsstoffen. Es entstanden werkseigene Tochtergesellschaften wie die "Rhenoflex GmbH" die Kappenstoffe sowie Hilfsmittel für die Schuhindustrie herstellt. In den 60iger Jahren wurde eine Aluminiumhütte erbaut, um eine Aluminiumproduktion mit Nebenproduktverwertung zu betreiben. Die Anlage konnte nur wenige Jahre betrieben werden. Die Stromkosten waren zu hoch. Aus der Konkursmasse übernahm der kanadische Konzern ALCAN das Aluminiumwerk. Acht Jahre wurde produziert. Am 30.06.1987 wurden die letzten Elektrolyse - Öfen abgeschaltet. Das Aluminiumwerk existiert nicht mehr.
Gründung der Firma Grünzweig und Hartmann/LudwigshafenDer Chemiker Dr. Carl Grünzweig und der Kaufmann Paul Hartmann gründeten im Jahre 1878 auf gemietetem Gelände in Ludwigshafen an der heutigen Frankenthaler Straße die "Fabrik chemisch - technischer Produkte von Grünzweig und Hartmann". Am Anfang stellte man Isoliermasse, Kitt zum Verdichten von Maschinenteilen, Laugen und Stiefelwichse her. Im Volksmund bekam damals die Fabrik den Namen "Die Wichs". Doch schon bald lag der Schwerpunkt auf der Herstellung von Isoliermaterialien. Die Isoliermittelerzeugung für Wärme - und Kälteschutz, Lärmschutz und Raumakustik umfasst die Materialien wie Sillan - Steinwolle, kurzfaserige Novolan - Steinwolle, Expansit - Korkstein und Kunstharzschaum auf Polystyrolbasis. Es entstanden Zweigwerke an verschiedenen Orten. Grünzweig und Hartmann führt auch die gewünschten Montagen mit ihren eigenen Fachkräften aus. Dr. Carl Grünzweig ist nicht nur der Gründer der Isoliermittelindustrie, sondern auch der Entdecker und Begründer dieses Fachgebietes. Neben seinen betrieblichen Aufgaben war Dr. Carl Grünzweig im Stadtrat und wurde 1891 zum ehrenamtlichen Bürgermeister von Ludwigshafen gewählt.
Firma Sulzer/Halberg/LudwigshafenIm Jahre 1881 nahm ein Maschinenbau - Unternehmen am Südrand der Stadt seinen Betrieb auf. Es war die Firma Sulzer/Halberg Maschinenbau und Gießerei GmbH. Begründer des Unternehmens war die Maschinenfabrik Gebr. Sulzer aus Winterthur in der Schweiz. Es wurden Dampfmaschinen, Kompressoren und Kreiselpumpen hergestellt. Wenige Jahre nach Aufnahme des Betriebes wurde die erste eigene Gießerei in Betrieb genommen. Es erfolgte eine Zweite. Die folgenden Jahrzehnte brachten eine anhaltende Aufwärtsentwicklung, bis der 1. Weltkrieg den stetigen Aufschwung störte. Durch Zerstörungen im 2. Weltkrieg glich das Werk einem Trümmerhaufen. Nach Wiederaufbau und Aufnahme der Produktion verlassen Qualitätserzeugnisse von höchster Vollendung das Werk in alle Teile der Welt. Das Werk besteht heute leider nicht mehr.
Firma Knoll AG/LudwigshafenIm Jahre 1886 kam es zur Gründung der Firma Knoll. Die Gründer waren Dr. A. Knoll, H. Knoll und M. Daege. Die Firma wurde in Form einer Offenen Handelsgesellschaft eingetragen an denen die beiden Kaufleute als stille Teilhaber fungierten, während Dr. A. Knoll den aktiven Teil übernahm. Ausgehend von Naturstoffen, deren medizinische Anwendung zunächst empirisch erkannt, später experimentell unterbaut wurde, stellte die Firma Knoll Wirkstoffe wie Codein oder Theobromin aus Stammpflanzen dar. Später ging sie dazu über Naturstoffe wie Ephedrin, Coffein, Theophylin und Papaverin auf rein synthetischem Wege in chemisch reiner Form darzustellen. Ferner wurden eine große Zahl nicht in der Natur vorkommende Produkte hergestellt, die sich als Medikamente anwenden lassen und dem Unternehmen Weltruf verschaffte. Die Knoll AG wurde von der BASF übernommen. Heute ist sie in den Händen der Firma Abbott.
Firma Raschig/LudwigshafenDie chemische Fabrik Dr. F. Raschig GmbH. wurde im Jahre 1891 durch den bekannten Chemiker Dr. F. Raschig als Karbolsäurefabrik gegründet. Später hat sich das Unternehmen der Verarbeitung des Steinkohlenrohteers zugewandt. Es kam zur Herstellung reiner Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol, Xylol, Naphtalin, reine Phenole, Kresole, Pyridin usw. Es wurden Grundstoffe für Desinfektionsmittel und Schädlingsbekämpfungsmittel, sowie Rohstoffe für Lackharze und Weichmacher hergestellt. Die Firma wandte sich der Erzeugung von Phenol - Kunstharzen zu. Es entstand das Kunstharz "Dekorit" und "Resinol". Für den Straßenbau wurden neben Teer zahlreiche bituminöse Bindemittel hergestellt. Hergestellt werden für die Gießerei - Industrie Bindemittel, für den Hochbau Bautenschutzstoffe. Hingewiesen sei auf ein Verfahren zur Darstellung von Hydrazin und deren Abkömmlinge. Für chemisch - technische Apparaturen werden die als Füllkörper bekannten "Raschig - Ringe" geliefert. Dr. F. Raschig brachte es fertig neben seiner betrieblichen Arbeit sich auch politisch zu betätigen. Er war im Stadtrat von Ludwigshafen, Abgeordneter in der Nationalversammlung in Weimar und später in Berlin. Heute gehört das ehemalige Familienunternehmen der amerikanischen PMC-Gruppe an.







