Sammelpunkt erhaltenswerter Stücke aus der III. Pfarrei St. Joseph Rheingönheim

Die Idee einen solchen Raum zu schaffen, wurde geboren nach dem „Tag des offenen Denkmals“ 1994, als unsere St. Josephs – Kirche für dieses Vorhaben vom Landesamt für Denkmalspflege ausersehen wurde. Damals hatten wir in aller Eile Exponate aus der alten Bausubstanz sowie Bilder und Pläne vom Kirchenbau, auch erste Vorschläge und Zeichnungen für eine künftige Josephs – Kirche, zusammen getragen.

Über vier Jahre lagen und standen diese erhaltungswürdigen Stücke herum, ja es kamen immer noch welche dazu die irgendwo aufgestöbert wurden. So war der Ruf nach einer dauerhaften Bleibe für die nicht mehr zu ersetzenden Dinge, immer dringender geworden. Die große Frage aber, wohin mit diesen Sachen?

Nach langem vergeblichem suchen, fanden wir diesen Raum, aber in einem nicht würdigen Zustand. Ein Raum wie man sehen kann, direkt neben der Orgelempore, also dem Ort, da wir unsere Gottesdienste feiern. Da war es nun angesagt, all das angestaute Gerümpel zu sortieren und zu entsorgen. Dieses Vorhaben zu beginnen und in die Tat umzusetzen, haben sich die „Mittwochsmänner“ vorgenommen. So wurde vieles unnütze Zeug das man da abgestellt hatte verschrottet, andere Dinge an andern Orten ordentlich abgelagert. Unter den „Trümmern“ wurden auch andere Stücke „freigelegt“, zum Beispiel der alte Fronleichnams-Himmel und der alte Orgeltisch. Auch das „Lavabo“ und das „Taufbecken“ wurden hier „ausgegraben“.

Nachdem diese Vorarbeit geleistet war, konnten wir daran gehen, Schritt für Schritt den Raum zu dem machen was er jetzt ist. Das beinhaltet z.B. Die Falltüre an der Treppe neu überarbeiten und mit einem Gegengewicht zu versehen, an der großen Holzabdeckung Scharniere anzubringen um die Deckenöffnug sicherer zu ver-schließen. An Decke und Wänden mußten zum Teil große Flächen neu verputzt und dann alles gestrichen werden. So kam es nach und nach zu dieser ansehnlichen Räumlichkeit.

Nun kann jeder das Ergebnis sehen. Hier kann man sich informieren über Gedanken und geistige Vorarbeit unserer Vorfahren der dritten Pfarrei St. Joseph, um eine eigene Kirche. Es gibt Vorschläge für verschiedene Baustile von Gotteshäusern, Entwürfe für Glasfenster, alte Messbücher ganz in lateinischer Sprache, ein alter und ein neuer Messbuchständer und vieles mehr zu sehen. Schauen Sie sich das alles gut an, auf diese Weise könnte man einen ganz neuen Zugang zu unserer schönen Kirche finden, wenn wir mit Respekt die Vergangenheit betrachten.

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Orgelempore und Eingang zum Turmzimmer.

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Der Stifter der III. Pfarrei und die Pfarrer bis 1995.

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Im Bild unten rechts, der Ständer mit den Bildtafeln von der Planung,
dem Bau und der Zerstörung der Josephs-Kirche
.

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Im Bild ganz oben ist der alte Fronleichnamhimmel sichtbar.
Darunter alte Zahlensegmente vom ehemaligen Ziffernblatt der Turmuhr.

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Alter Orgelspieltisch mit pneumatischer Traktur.
Der neue Spieltisch ist elektropneumatisch ausgerüstet.
Rechts daneben ist die Treppe zum Turmaufstieg zu sehen.
An der Treppenwange ist ein handgeschmiedeter Fahnenhalter befestigt.

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Das Fenster mit dem musizierenden Engel war ehemals
in dem jetzt leeren Fenster rechts. In der Mitte war die hl. Cäsilia
und links ebenfalls ein musizierender Engel.

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Die Lehrer-Nikolaus-Thirof-Orgel.

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Alter Expositus-Tabernakel. Bis zum Umbau des Pfarrhauses 1995,
war er dort im Speicher unbesehen abgestellt.
Äusserlich von Ruß und Schmutz bedeckt, war keine Farbe mehr zu erkennen.
Nach gründlicher Reinigung und Restaurierung,
ist seine ganze Schönheit wieder erkennbar.
Das Glasfenster war über dem ehemaligen Beichtstuhl,
rechts vom Josephsaltar angebracht. Das Glasfenster hat noch eine Orginal Bleiglasfassung.




Idee, Gestaltung und Ausführung: A.Kirschner
Mitwirkung: „die Mittwochsmänner“: K. Drumm, B. Flory, A. Kirschner und A. Schwaab

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